Forschungsvorhaben
Forschungsvorhaben Erfassung und Bewertung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die zu Krankenhausaufnahmen führen
Leitgedanke dieses Projektes war die Überlegung, dass schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) der ambulanten Arzneimitteltherapie zur Einweisung ins Krankenhaus führen. Durch ein Screening aller nicht elektiven Krankenhausaufnahmen und ein Einholen der ambulanten Arzneimittelverbrauchsdaten im Einzugsbereich des Krankenhauses sollten sich auch die Inzidenzen UAW-bedingter Krankenhausaufnahmen schätzen lassen. Die Ziele dieses Forschungsprojekts sind demgemäß:
- alle nicht elektiven Krankenhausaufnahmen auf das Vorliegen einer UAW, die dazu führte, zu screenen
- eine standardisierte Kausalitätsbewertung durchzuführen
- eine Qualitätssicherung im Sinne einer Good Pharmacovigilance Practice zu entwickeln und einzusetzen
- bevölkerungsbezogene Inzidenzen für UAW-bedingte Krankenhausaufnahmen einzelner Arzneimittel zu schätzen
- das Projekt ausschließlich mit Hilfe moderner Informationstechnologien (d.h. ohne jedes Dokumentationsformular aus Papier) durchzuführen.
Das Forschungsvorhaben wird seit 1997 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gefördert. Alle Projektziele konnten erfolgreich und zum Teil weltweit erstmals realisiert werden. Gegenwärtig ist der Aufbau eines Netzes nationaler Pharmakovigilanzzentren geplant.

